Wer sind wir eigentlich ?

Natürlich löst sich die strukturelle Gewalt der Differenz, die zwischen den Besitzern eines Europäischen Passes und den sogenannten Illegalen besteht, nicht einfach durch gutgemeinte Aktionen auf. Es ist keinesfalls das Anliegen der Tour, diese Unterscheidung zu verschleiern, in dem naiv das Bild einer gemeinsamen Bande gepredigt wird. Es ist gerade die Herausforderung für uns, diesen Grundwiderspruch immer wieder zu thematisieren.
Letztlich sind wir jedoch der Überzeugung, daß wir die Grenzen durch unsere Vorstellung auflösen können, weil wir glauben, dass sie auch nur durch unsere Vorstellung entstanden sind.
Die nomadische Art zu leben, die dem Begehren vieler Menschen, die wir kennen, entspricht, ist kein Programm, das zwingend zu formluieren ist. Dennoch erlauben wir uns, den Glauben zu verfolgen, dass das nomadische Leben eben jene Er-fahrung der Welt ermöglicht, die zu einem toleranten und hybriden Begriff der Identität führen kann.

Was wünschen wir uns ?

Menschen, die sich überall in Europa an anti-rassistischen Kampagnen beteiligen, Menschen, die in nomadischen Formen leben oder dieses Leben schon immer versuchen wollten, Menschen, die Lust am aktiven und politischen Reisen haben, Menschen, die in Circus, Theater und anderen Kunstformen ihren Ausdruck suchen sind eingeladen, gebeten, aufgefordert, den Horizont einer solchen Tour mit uns zu teilen. Es gibt viele Wege, entlang des Mittelmeers und durch das Europäische Hinterland zur Strasse von Gibraltar, die wir als Brücke definieren, wenn wir uns gemeinsam in Gibraltar, Algeciras und Tangier im Frühjahr 2004 treffen, um dem Mythos der Grenze den Mythos der Brücke entgegenzustellen.


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